Gwent: Das legendäre Kartenspiel

Das legendäre Kartenspiel der Witcher-Serie für den Tisch! Wir führen Fraktionen aus der Witcher-Welt auf drei Schlachtfeldreihen ins Gefecht und pokern über bis zu drei Runden mit genau zehn Startkarten um die Vorherrschaft. Timing beim Passen, fiese Wettereffekte und Anführerkräfte geben den Ton an.

Deck, Reihen, Passen: der Motor
Wir wählen eine von fünf Fraktionen, ziehen zu Beginn zehn Handkarten (dürfen bis zu zwei Karten ablegen und neu ziehen) und bestreiten damit die gesamte Partie.
Im Zug legen wir eine Einheitenkarte auf Nahkampf, Fernkampf oder Belagerung oder spielen eine Spezial- bzw. Wetterkarte. Außerdem dürfen wir einmal pro Partie unsere mächtige Anführerkarte zünden. Gerade die Wetterkarten stellen oft das Geschehen auf den Kopf, weil sie die Werte aller – nicht nur der eigenen – Einheiten stark beeinflussen. Unter den Einheiten gibt es Helden: robust, punktestark und immun gegen viele Effekte.
Gekämpft wird nicht über Lebenspunkte, sondern über reine Stärke. Sobald wir keine Karte mehr spielen wollen, passen wir für die aktuelle Runde. Haben beide gepasst, gewinnt die höhere Stärke-Summe die Runde. Zwei Runden entscheiden das Duell. Das Entscheidende ist das Kartenhaushalten über bis zu drei Runden und das Erkennen des richtigen Moments zum Passen; Nachziehen ist die Ausnahme.

Deckbau
Neben vorgefertigten Listen dürfen wir selbst bauen. Regeln: genau ein Anführer, mindestens 22 Einheitenkarten, höchstens 10 Spezialkarten, einzigartige Karten nicht doppelt. Mehr Einheiten und Helden sind möglich, senken aber die Chance auf die „richtigen“ Ziehungen.

Mehr als eins gegen eins
Neben dem klassischen Duell gibt es Varianten für Solo, Team 2-gegen-2 und Runden mit bis zu fünf Personen. Im Mehrpersonenmodus wird über Punkte statt Edelsteine gespielt, im Team teilen wir uns die Taktik und beobachten doppelt so viele Effekte. Das bleibt regelarm, ändert die Tischdynamik aber spürbar – oft mit mehr Chaos.

Fluss & Praxis
Am Tisch läuft vieles schnell von der Hand, zwei Punkte bremsen jedoch: Das Tracken der forlaufenden Änderung der Stärke geschieht manuell. Außerdem befinden sich sämtliche Leisten samt Material auf einem Faltblatt statt auf einem stabilen Board. Da kann sich etwas verschieben, besonders wenn der Plan nicht ganz flach liegt.

Spieletester

25.03.2026

Fazit

Gwent hat als Minispiel in der Witcher-Reihe begonnen und existiert digital solo wie kompetitiv – die analoge Umsetzung ist folgerichtig und macht auch auf dem Tisch viel Spaß. Das Balancing sitzt, die Fraktionen spielen sich unterschiedlich, und zusammen mit dem Deckbau entsteht hoher Wiederspielwert.

Die Teammodi, die es so in den PC-Spielen nicht gab, sind nicht nur eine bloße Gimmick-Beigabe, sondern funktionieren gut.

Nur das Spielbrett fällt ab: Eine stabilere Lösung wäre die bessere Entscheidung gewesen.

Als letzten Punkt muss noch ein Fan-Service herausgehoben werden: Auf der Rückseite des Plans spielt Geralt gegen Ciri eine Runde Gwent – schöne Detailliebe!

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • fünf unterschiedliche Fraktionen
  • leicht zugängliches und trotzdem vielfältiges Deckbuilding
  • zusätzliche Modi neben "Duell"

Minus

  • Spielblatt statt Spielbrett manchmal störend

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 5
Alter: ab 14 Jahren
Preis: 35,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Verlag: Asmodee
Grafiker: CD Projekt
Genre: Duell , Karten
Zubehör:

436 Fraktionskarten

10 Spielhilfen

4 Edelsteinmarker

1 Münze

1 Stärkeleiste

4 Stärkemarker

1 Spielplan

1 Spielanleitung

1 Anleitung Spielvarianten

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