Wir schieben Tierplättchen auf unsere kleine Bank, legen Tierfamilien aus und tauschen im passenden Moment ganze Sets, um zwei Siebener-Familien auf den Tisch zu bringen. Danach zählt jedes ausgelegte Tier, und Bonusmarker würzen die Schlussrechnung.
Wann legen wir, wann tauschen wir?
Zu Beginn nehmen wir verdeckt zwei Plättchen auf die Bank. Wer nach dem Nehmen mindestens fünf verschiedene Tiere besitzt, darf „Regenbogen“ sagen und noch ein weiteres Plättchen ziehen. In unserem Zug führen wir beliebig viele Aktionen aus: Wir legen eine neue Familie aus mindestens zwei gleichen Tieren, docken passende Tiere an bestehende Familien an oder nutzen das Kernstück von My Seven: ein kompletter Familientausch gleicher Größe mit einer Auslage am Tisch. Kleeblätter sind Joker und lassen sich sogar aus fremden Familien „schnappen“, wenn wir das passende Tier auf der Bank haben. Einmal pro Zug gibt es die Spezialaktion „Zwei für einen“: zwei offene Plättchen von der Bank in die Mitte legen und dafür genau ein anderes nehmen. Das Ende wird entweder ausgelöst, wenn jemand zuerst zwei Familien mit mindestens sieben Tieren schafft oder wenn der letzte Plättchenvorrat aus der Mitte genommen wurde. In beiden Fällen machen die anderen genau noch einen Zug, dann wird gewertet. Punkte gibt es für jedes ausliegende Tier, dazu je einen für jeden Sieben-Marker und zwei für den Doppel-Sieben-Marker.
Fluss & Tischgefühl
Der Loop bleibt angenehm schlank. Wir überprüfen die offenen Auslagen und unsere Bank, beobachten fremde Familien und warten auf das perfekte Tauschfenster. „Zwei für einen“ kurbelt die Auslage an, ohne das Tempo zu bremsen. Verschiedene Taktiken können zum Erfolg führen: Wir können entweder früh eine breite Tierbasis sammeln, um den „Regenbogen“ öfter zu triggern. Alternativ sammeln wir nur wenige Tierarten und drücken so schneller auf die „Sieben“. Das erinnert an das bekannte Rummy-Prinzip, setzt aber über Set-Tausch und Joker klare eigene Akzente.
Spieletester
Fazit
Schnell erklärt, schnell verstanden und trotzdem mehrere taktische Möglichkeiten. Das sind ja schon mal gute Zutaten.
Die Inspiration von Rummikub ist nicht zu übersehen, aber My Seven bringt einige frische Ideen mit. Genauso wie der Vorbild ein Spiel für Jung und Alt, dass sicher noch öfter auf den Tisch kommen wird.
Plus
- gute (kurze) Regeln
- verschiedene Taktiken möglich
- irgendwie "vertrautes" Spielgefühl
Minus
- namensgebende "7" etwas zu schwach in der Punktewertung
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Details
91 Spielsteine
4 Bänke
8 Sieben-Makrer
1- Doppel-Sieben-Marker
1 Anleitung
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