Time to Schein

In diesem Party-Spiel gilt es, alleine zu zweit oder als Team, Challenges aller Art in möglichst kurzer Zeit erfolgreich zu erledigen.

Die Zielgruppe für Time to Schein

Als Spieletester, aber auch generell als Person, die gerne Spiele kauft, weiß man oft nicht so genau, worauf man sich einlässt. Manchmal verrät der Text auf der Rückseite nur wenig über das eigentliche Spielgefühl und wirkt eher wie ein kurzer Trailer: Er soll Lust machen, bleibt am Ende aber ziemlich nichtssagend.

Bei Time to Schein ist das anders. Hier bekommt man ziemlich genau das, was man erwartet. Wer Time to Schein kauft, bekommt ein Partyspiel, bei dem verschiedene Aufgaben möglichst schnell erledigt werden müssen. Der Kniff an der Sache: Jedes Team besitzt Geldscheine, die den noch verfügbaren Sekunden entsprechen. Vor Beginn einer Challenge müssen die Teams einschätzen, wie lange sie für die Aufgabe brauchen, und dementsprechend Scheine in einen elektronischen Timer einwerfen. Je weniger Scheine man investiert, desto riskanter wird es natürlich.

Die Challenges

Wie die meisten Partyspiele lebt auch Time to Schein von der Kreativität seiner Aufgaben. Es gibt einiges an Spielmaterial, das auf unterschiedliche Weise verwendet wird. Oft braucht es zusätzlich ganz normales Haushaltsmaterial wie Stifte, Papier oder Gläser. Manche Aufgaben sind dabei wirklich kreativ. So muss man zum Beispiel einen Satz mit genau 40 Buchstaben aufschreiben, blind ein Tier malen, das eine zweite Person erraten muss, oder mit einem Schluck Wasser im Mund ein Lied gurgeln.

Auch körperlich wird es zwischendurch. Eine Aufgabe verlangt etwa, sich auf ein Zeitungsblatt zu stellen und damit einmal um den Tisch zu kommen, ohne den Boden zu berühren.

Einige Challenges sind sicher Geschmackssache, können im Zweifelsfall aber einfach ausgelassen werden. Bei Time to Schein geht es ohnehin mehr um die Aufgaben selbst als darum, am Ende unbedingt die Gesamtwertung zu gewinnen.

Spieletester

07.08.2026

Fazit

Partyspiele sind immer ein Stück weit Geschmackssache, deshalb ist es garnicht so einfach, ein allgemeines Fazit zu liefern. Ein paar Gedanken möchte ich aber trotzdem noch loswerden.

Dass ein elektronischer, batteriebetriebener Timer das zentrale Element des Spiels ist, wirkt für mich in Zeiten von Smartphones und KI ein wenig seltsam. Eine simple App mit Timerfunktion hätte denselben Zweck vermutlich ebenso erfüllt. Allerdings muss man auch sagen, dass das auf der Packung klar kommuniziert wird, man könnte also auch sagen "selber Schuld".

Insgesamt bietet Time to Schein 200 verschiedene Challenges. Wer bei den Aufgaben etwas wählerisch ist, hat dadurch relativ schnell einen Großteil davon gesehen. Die meisten Challenges sind durchaus kreativ und sorgen für lustige Momente - teilweise auch für echte Herausforderungen. Spaß kann man mit dem Spiel also definitiv haben. Für größere Gruppen gibt es außerdem eine eigene Variante, wobei dort die Wartezeiten zwischen den Zügen schon spürbar länger werden.

Meine persönliche Meinung ist, dass Time to Schein vermutlich auch als simples Kartendeck in Kombination mit einer App ähnlich gut funktioniert hätte - ich bin also nicht vollkommen überzeugt. In meiner Spielegruppe gab es allerdings durchaus Personen, die gerade vom elektronischen Timer und dem gesamten Konzept begeistert waren. Solider Partyspielspaß steckt jedenfalls in Time to Schein.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • kreative Aufgaben
  • einfach erklärt und locker spielbar

Minus

  • elektronischer Timer Geschmackssache
  • relativ schnell durchgespielt

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 20 bis 30 Minuten
Preis: 30,99 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Verlag: Schmidt Spiele
Grafiker: Fiore GmbH
Zubehör:

54 Geldscheine

6 Würfel

1 Challenge-Box mit Deckel

100 Challenge-Karten

40 Aktionskarten

1 elektronischer Timer

1 Regelheft

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