2016 kam mit
7 Wonders Duel: Pantheon eine erste Erweiterung auf den Markt, die das Spiel umfangreicher und komplexer machte, aber kaum neue Herausforderungen bot und somit stark polarisierte. Nun erschien für viele Spieler recht überraschend die vorliegende zweite Erweiterung
7 Wonders Duel: Agora. Damit wollen die Autoren dem mittlerweile etwas angestaubten Grundspiel neue Akzente hinzufügen und deutlich mehr Abwechslung verleihen.
Mit
7 Wonders Duel: Agora halten die Senatoren als neues Spielelement Einzug ins Spiel. Durch diese wollen die Spieler jeweils ihren Einfluss im Senat geltend machen. Dazu fügen
Antoine Bauza und
Bruno Cathala unterhalb des Grundspiel-Spielplans einen Senats-Spielplan mit 6 Kammern an, der wiederum in drei Bereiche gegliedert ist. Dadurch kann man theoretisch sogar mit beiden Erweiterungen gleichzeitig spielen. Um das neue Spielelement Senat noch einmal zusätzlich aufzuwerten, gibt es auch eine zusätzliche Siegbedingung. Durch die Kontrolle aller sechs Senatskammern kann ein Spieler das Spiel ebenfalls vorzeitig beenden und somit gewinnen.
Das grundlegende Spielprinzip von
7 Wonders Duel bleibt jedoch gleich und kann in der zugehörigen Rezension nachgelesen werden. Nachfolgend werde ich nur auf die Veränderungen eingehen, die die Erweiterung mit sich bringt und inwieweit diese Erweiterung wirklich empfehlenswert ist.
Jedem der sechs Senatskammern auf dem Spielplan wird zu Spielbeginn ein zufälliges Dekret zugeordnet. Solange ein Spieler eine dieser Kammern kontrolliert, kann er den dem Dekret zugehörigen Bonus nutzen. Einfluss auf den Senat erhalten die Spieler durch die Rekrutierung von Senatoren. Diese kommen als neue Zeitalter-Kartenart zum Einsatz, können aber anhand ihrer abweichenden Kartenrückseite gut erkannt werden.
Vor dem Spielbeginn werden die Senatoren-Karten nach einem bestimmten Schlüssel in die jeweiligen Zeitalterdecks gemischt. Da dadurch die Gesamtkartenzahl steigt, gibt es zusätzlich auch eine neue Auslagevorgabe. Senatoren können entweder Politiker oder aber Verschwörer sein und deshalb völlig unterschiedlich genutzt werden. Vorher müssen sie aber erst einmal mit Geld aus der Auslage rekrutiert werden. Dabei gilt, dass Senatoren umso teurer werden, je mehr der jeweilige Spieler davon schon rekrutiert hat.
Politiker üben je nach der Anzahl der bereits errichteten, eigenen, blauen Gebäude zusätzlichen Einfluss in den Senatskammern aus oder verlagern diesen entsprechend. Der Einfluss selbst wird dabei durch toll aussehende Ressourcenwürfel dargestellt. Nach der Rekrutierung eines Verschwörers hingegen kann der entsprechende Spieler entweder einen Einflusswürfel in einer beliebigen Senatskammer platzieren oder aber eine von zwei zufälligen Verschwörungskarten auswählen. Diese Verschwörungskarten können jedoch nicht so einfach ausgespielt, sondern müssen erst einmal vorbereitet werden. Dazu muss der Spieler in seiner nächsten Runde die aus der Auslage genommene Zeitalter-Karte nutzen, um kostenfrei die eigene Verschwörung vorzubereiten, sprich einsatzfähig zu machen. Ab der nächsten Runde kann diese dann zusätzlich zum eigentlichen Zug ausgespielt werden. Dabei können zwar mehrere Verschwörungen gleichzeitig vorbereitet sein, eingesetzt werden darf allerdings nur eine davon pro Runde. Verschwörungen sind ziemlich stark, sehr destruktiv und können mit dem richtigen Timing gespielt, durchaus dem Spiel eine andere Wendung geben.