Anno 1701 - Das Kartenspiel
Computerspieler kennen sicher die Spiele Anno 1602 oder dessen Nachfolger Anno 1503. Wenn etwas so erfolgreich ist, schreit es direkt nach einer Fortsetzung: sie nennt sich Anno 1701. Wie bei Anno 1503 gibt es nicht nur eine Ausgabe für den Computer, sondern auch ein Anno 1701 - Das Brettspiel. Und nicht nur das, es gibt auch einen Roman, ein Anno 1701 - Das Kartenspiel; und dieses werden wir nun näher betrachten.
Am Beginn besitzt jeder Spieler vier Pioniere und eine Reihe von Rohstoffe bringenden Landschaften. Die Startaufstellung ähnelt Siedler von Catan, Die - Das Kartenspiel, auch der restliche Spielablauf ist sehr ähnlich: man erwürfelt mit dem Ertragswürfel neue Erträge, der Aktionswürfel bringt jeweils noch ein Ereignis hinzu. Wie bei Die Siedler von Catan können Rohstoffe getauscht werden.
Mit den Rohstoffen kann man Karten aus der Hand bauen (darauf befinden sich Aktionen oder Gebäude) oder seine Pioniere in höhere Gesellschaftsschichten bringen (vergleiche Anno 1503). Letzteres ist nur möglich, wenn man Luxusrohstoffe abgibt. Diese können aber nicht durch Rohstofferträge oder Tausch erlangt werden, dafür muss man schon mit seinem Schiff auf Handelsfahrt gehen. Das funktioniert wiederum wie der Raumflug bei Sternenschiff Catan. Auch jetzt kann man in die Fänge von Piraten gelangen, die in kriegerischer Absicht handeln und das Schiff beschädigen können.
Hauptaugenmerk muss auf das Upgrade von Pionieren zu Siedlern bzw. Bürgern und Kaufleuten gelegt werden. Denn nur hierfür gibt es die spielentscheidenden Gunstpunkte. Allerdings kann das Spiel auch vorzeitig zu Ende sein, wenn ein Spieler bankrott geht.
Die Erwartung an das Spiel war hoch, konnte aber nicht erfüllt werden. Die Innovation ist total auf der Strecke geblieben, Klaus Teuber hat lediglich die besten Ideen aus seinen bisherigen Siedler-Spielen zu einem neuen Spiel zusammengewürfelt.
Die Spieldauer liegt relativ hoch (noch höher als beim Siedler Kartenspiel, die angegebenen 60 Minuten sind eher ein Wunsch). Das Spiel kommt nur sehr langsam in Fahrt. Der Einfluss der Spieler ist als gering einzustufen. Dadurch, dass die Positionen der gebauten Gebäude keinerlei Rolle spielen, muss man wenig bis gar nicht nachdenken. Auch in der Schifffahrt braucht man mehr Glück als Verstand, um die passenden Karten aufzudecken und vor Gefahren verschont zu bleiben. Hinzu kommt die Wartezeit während des gegnerischen Zuges, die vor allem bei längeren Seefahrten beträchtlich werden kann.
Somit bleibt nur ein Fazit: Ansatz ganz gut, mit Siedler von Catan, Die - Das Kartenspiel gibt es aber einfach etwas ganz Ähnliches, das harmonischer abläuft.
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Angelika (25.11.2007)
Ähnlichen Eindruck habe ich auch gewonnen, als ich das Spiel gestern am Spielefest ausprobiert hab. Gerade am Anfang ist es schwierig: mit einem wirklich schwach ausgerüsteten Schiff muss man in See stechen, um sich von einem Pionier zum Siedler hinaufzuarbeiten zu können, und dann kann man erst sein Schiff sicherer machen. Wenn man dann so ein Pech hat und 3 Mal die gleiche (starke!) Piratenkarte zu Beginn 3er Seeschlachten zieht, wird man des Spiels ziemlich schnell überdrüssig.
Poes_Rabe (24.11.2007)
Kurzer Abriss über dieses Spiel:
Doppelt so lange wie das "Sielder" - Kartenspiel, aber nur halb so interessant.
Zielsicher wurde alles eliminiert, was das "SvC" - Kartenpspiel ausgemacht hat.
Doppelt so lange wie das "Sielder" - Kartenspiel, aber nur halb so interessant.
Zielsicher wurde alles eliminiert, was das "SvC" - Kartenpspiel ausgemacht hat.


