Das Zeitalter Napoleons 1805-1815
Wir befinden uns zu Lebzeiten Napoleons, genauer gesagt zwischen 1805 und 1815. Napoleon und seine alliierten Truppen wollen den europäischen Kontinent unterwerfen. Eine Koalition, unter der Führung Großbritanniens, will dem entgegen wirken und Napoleon zur Abdankung zwingen.
Bis man ein mal zum Spielen kommt, dauert es eine Zeit; die lange, löchrige Spielregel (darum Abzüge in der Benotung für die Ausstattung) erleichtert den Einstieg nicht unbedingt. Hat man die Startaufstellung aufgebaut, herrscht am Spielplan ein kleines Chaos aus Truppen und Nationenspielsteinen. Die Spielsteine sollten im Verhältnis zu den Feldern wesentlich kleiner sein (ich dachte eigentlich nach Waterloo, dass man aus Norden und Süden gelernt hat).
Der grundsätzliche Spielablauf ist nach ein paar Zügen klar, lediglich die vielen Ausnahmeregelungen hat man nicht gleich alle im Kopf. Die Schlachten werden mit Hilfe von Würfeln geschlagen, die Taktik spielt hier nur begrenzt mit. Dies entspricht der Realität, dass auch schwächere Gegner einem großen ab und an mal ein Bein stellen. Trotzdem bleibt ein schaler Beigeschmack, wenn ein so langes Spiel (selbst das kürzeste Szenario ist unter einer Stunde nicht zu bewältigen, die anderen dauern schnell mal 2 – 3 Stunden und mehr) durch Würfelglück entschieden wird.
Unterstützt werden die Armeen durch das Ausspielen von Karten, außerdem können neue Truppen rekrutiert werden. Die Zahl der neuen Karten und Truppen hängt natürlich vom derzeitigen Herrschaftsgebiet ab: je mehr Länder einem gehören, desto mehr Nachschub bekommt man.
Es sind 3 verschiedene Startaufstellungen vorgesehen, die ein mehr oder weniger langes Spiel zur Folge haben. Je später man chronologisch beginnt, desto kürzer ist das Spiel, um so schwerer hat es der Spieler der französischen Armee.
Weniger ist mehr. Hätte man dies auch hier befolgt, wäre vermutlich ein besseres Spiel heraus gekommen. So wie es jetzt vor uns liegt, wagen nur wenige Spieler eine zweite Partie. Eigentlich schade um das solide gestaltete Spielmaterial und die exzellente Grafik.
Weitere Links:
http://www.hall9000.de/rezi.pl?spiel=das_zeitalter_napoleons
http://www.spielonaut.de/site/kritik/start2.htm?/site/texte/zeitalter_napoleons.htm
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Ich kann die hier gegebene Kritik auch nicht recht nachvollziehen. Der einzige wirklich dicke Minuspunkt ist die Beschreibung, - in meiner deutschen Anleitung waren einfach mal ein paar Seiten zwischendurch englisch.
Trotzdem bildet dieses Spiel eine sehr gelungene Kombination zwischen Realismus und Spielspaß. Das "Auswürfeln" der Schlachten erfolgt übrigens natürlich mit Hilfe einer Tabelle - daher hat der zahlenmäßig unterlegene Gegner entspreched höhere Verluste bzw. geringere Gewinnwahrscheinlichkeit.
Trotzdem bildet dieses Spiel eine sehr gelungene Kombination zwischen Realismus und Spielspaß. Das "Auswürfeln" der Schlachten erfolgt übrigens natürlich mit Hilfe einer Tabelle - daher hat der zahlenmäßig unterlegene Gegner entspreched höhere Verluste bzw. geringere Gewinnwahrscheinlichkeit.
Ich kann dem nur beipflichten, die Spielanleitung ist eine Katastrophe. Man kann sie durchlesen und fragt sich danach und was soll ich jetzt eigentlich machen?
Ich möchte keine eigene Bewertung für dieses Spiel geben - nur soviel, dass ich nach der dritten Partie schon sehr gespannt auf die vierte bin. Die hier abgegebene Bewertung ist eine Katastrophe, da wesentliche Aspekte des Spiels (Diplomatie, neutrale Länder, Simulation der geschichtlichen Ereignisse) gänzlich unberücksichtigt bleiben. Zudem wird ein Spiel nicht durch eine Schlacht entschieden. Hier entsteht ein falsches Bild, das dem Spiel nicht gerecht wird.


