Ehre der Samurai
Mächtige Daimyos kämpfen um den Titel des Shoguns. Ihnen zur Seite stehen Samurai, verkörpert durch die Spieler. Wie es in Japan so üblich ist, spielt Ehre eine wichtige Rolle. Darum gewinnt, wer als erster 400 Ehrenpunkte gesammelt hat.
Die Spielregel half uns nicht viel weiter – also learning by doing. Eigentlich war es dann doch nicht so schwer, wie die Spielanleitung vermuten ließ. Das Prinzip ist einfach: Je mehr Karten man ausspielt, desto mehr Aktionen darf man ausführen, desto stärker wird man – und um so lieber wählen einen die Gegner als Ziel aus.
Die Möglichkeiten sind vielfältig, wenn auch recht stark glücksbestimmt. Zieht man keine passenden Karten nach, so kann man nur passiv bleiben und langsam Ehre sammeln. Der aktuelle Shogun steht meist im Brennpunkt des Geschehens. Ihm will man an den Kragen, um selbst Shogun zu werden; denn dann hat man die Chance auf die schnelle Anhäufung von Ehre. Da der Unterlegene im Kampf einen guten Teil seiner Karten verliert, kann im Spiel mit wenig Spielern ein Spieler alleine da sitzen und Punkte scheffeln – wenn die anderen keine Daimyos nachziehen, können sie ihn nicht stoppen.
Ehre der Samurai kommt nur langsam in Fahrt. Denn erst wenn der erste Spieler 100 Ehrenpunkte erreicht oder eine Burg besitzt, können überhaupt Kämpfe stattfinden. Dafür geht es in späteren Runden schlag auf Schlag, der Shogun kann dann pro Runde auch mehrfach wechseln. Im Prinzip ist der Spielablauf ähnlich wie bei Munchkin. Auch dort verschwören sich die Spieler gegen den Führenden, um ihn nicht zu weit ziehen zu lassen.
Das Spielmaterial ist einfach gehalten (schlecht gestanzte Chips, dünne Karten), ist aber selbsterklärend.
Fürs Fans dieses Genre ist Ehre der Samurai sicher kein Fehlgriff!


