Santiago
Ein paar Kilometer westlich von Afrika existiert eine kleine Insel Santiago. Es ist heiß und es gibt keinen Tropfen Wasser, daher ist es ein kostbares Gut.
Vorgang: Jeder Spieler versucht Plantagenplättchen zu ersteigern und diese anzulegen. Danach bekommt der wenigst bietende den Kanalaufseher und es geht ums Bestechen des Kanalaufseher, damit er den Wasserkanal (von der Quelle) so legt, damit der die Spieler profitieren (oder auch nicht). Alle Felder, die nicht bewässert worden sind, liegen brach. Das Spiel endet mit den letzten ersteigerten, angelegten Plättchen und der Legung des letzten Wasserkanals. Auswertung gilt angelegte Plättchen mal der Ertragssteine. Wer am meisten erntet und Geld bekommt hat gewonnen.
Vorerklärung: Es gib Plantagenplättchen mit den Sorten Bananen, Kartoffel, Bohnen, Paprika und Zuckerohr.
Ein Plättchen hat eine Abbildung von einem oder 2 Pflanzer, die den eigenen Ertragssteinen gleich zu setzen sind.
Beispiel: Plättchen mit 2 Arbeiter sind 2 Ertragssteine (1 Arbeiter = 1 Ertragsstein).
1. Ersteigerung: reih um. Der meist bietende darf das erste Plättchen aussuchen und anlegen (4 bzw. 5 Plantagenplättchen wurden aufgelegt). Er legt seine(n) Ertragsstein(e) drauf. Nun kommt der 2. meist Bietende dran und dann der 3. usw. Der wenigst Bietende oder der, der gepasst hat, bekommt den Kanalaufseher.
2. Kanalaufseher bestechen: Jeder Spieler versucht nun sein Gebiet zu bewässern und kann den neuen Kanalaufseher bestechen mit einem Mindestgebot von 1 Escudo. Nachdem jeder seinen Vorschlag gemacht hat oder unterstützt hat, kann der Aufseher einen Vorschlag annehmen (bekommt das gebotene Geld) oder kann seinen Kanal selbst bauen, muss aber um 1 Escudo mehr an die Bank zahlen als das höchste Gebot.
3. Die Felder, die nicht bewässert wurden verlieren einen Ertragsstein. Liegt keiner drauf, dann wird das Feld umgedreht und liegt brach als Wüste und kann nie mehr bewässert werden.
4. Entwicklungshilfe kassieren: Im letzte Zug der Runde erhält jeder Spieler 3 Escudos.
Auswertung: Es zählen die zusammenhängenden Plättchen einer Sorte mal der eigenen Ertragssteine.
Beispiel: Es liegen 3 Bananenplantagen beieinander. Spieler x hat insgesamt 3 Ertragssteinge drauf liegen (2 auf einem Plättchen und 1 auf einem 2. Feld), Spieler y hat auf einem Plättchen 1 Ertragsstein liegen. Somit erhält der Spieler x 12 Escudo, weil er insgesamt 3 Ertragsteine hat und es 3 Felder gibt. Der Spieler y erhält nur 3 Escudo durch 1 Ertragsstein mal 3 Bananenplantagen.
Dieses Spiel ist ein impossantes Taktikspiel, aber man braucht auch etwas Glück.
Man muss manchmal doch nachdenken, wo man sein ersteigertes Plättchen am Gewinn bringendsten anlegt ohne auch anderen weiter zu helfen.
Die Bestechungen des Kanalaufsehers sind meistens sehr witzig, da man durch sein Angebot den Preis in die Höhe treiben kann (wenn man sein Plättchen an einen Kanal gelegt hat und somit bewässert und gesichert ist).
Es ist ein sehr kommunikatives Spiel, kann einfach drauf los gespielt werden oder in einer Taktikergruppe sehr interessanten Verlauf nehmen.
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ich muss gestehen, dass ich dieses Speil total unterschätzt habe, dachte so am Anfang ist ganz nett, aber nicht so umwerfend, doch ich sollte mich täuschen, das Spiel ist etwas für Taktiker, und für Vordenker, ein Spiel bei dem es kaum auf Glück ankommt, sondern nur auf Taktik, einfach ein grandiosen Spiel, Spannung pur!!
Ich habe Santiago am Spielefest getestet und war hin und weg. Logischerweise habe ich es mir inzwischen auch schon gekauft.
Anfangs denkt man ein Spiel wie Puerto Rico vor sich zu haben - mit Plantagen die besetzt werden etc.
Dann entdeckt man auch Elemente aus Euphrat & Tigris - Zusammenhängende Plantagen werden geteilt, weil einzelne Teile verdürren (ähnlich der Ruine bei Euphrat). Und doch ist Santiago ein vollkommen eigenständiges Spiel.
Die Versteigerung der Plantagen bzw. Bestechung des Kanalaufsehers birgt eine Menge taktischer Möglichkeiten, um das Spiel in eine Gewinn bringende Bahn zu lenken.
Mit Santiago ist Amigo wieder ein mal ein großer Wurf gelungen! Trotz einfacher Regeln ergibt sich ein schönes Spiel, das auch nach vielen Partien eine Menge Freude bereitet.
Anfangs denkt man ein Spiel wie Puerto Rico vor sich zu haben - mit Plantagen die besetzt werden etc.
Dann entdeckt man auch Elemente aus Euphrat & Tigris - Zusammenhängende Plantagen werden geteilt, weil einzelne Teile verdürren (ähnlich der Ruine bei Euphrat). Und doch ist Santiago ein vollkommen eigenständiges Spiel.
Die Versteigerung der Plantagen bzw. Bestechung des Kanalaufsehers birgt eine Menge taktischer Möglichkeiten, um das Spiel in eine Gewinn bringende Bahn zu lenken.
Mit Santiago ist Amigo wieder ein mal ein großer Wurf gelungen! Trotz einfacher Regeln ergibt sich ein schönes Spiel, das auch nach vielen Partien eine Menge Freude bereitet.



