Tiki Topple
Tiki Topple ist der neueste Spross der Easy Play Reihe von Schmidt und es sieht richtig ansprechend aus, wenn es da vor einem steht. Ja, man möchte es gleich auspacken, reinsehen und das Spiel live sehen. Und da steht es dann noch viel ansprechender als es auf der Packung schon ausgesehen hat. Die Tikis (Steine) sind hübsch, bunt und haptisch eine Augen..., ähm Tastsinnweide. Also legen wir doch gleich mal los mit dem Spiel.
Die neun farbigen Tikis (polynesische Holzfiguren) werden als Totem in die Mitte des Spielplans gelegt. Die Spieler erhalten Aktionskarten in ihrer Spielerfarbe, von denen sie zwei zufällige aus dem Spiel nehmen. Sie spielen in dieser Runde nicht mit. Mit den anderen sieben Handkarten nehmen die Spieler nun Einfluss auf die Reihenfolge der Tikis am Spielfeld.
Jeder Spieler zieht nun eine Auftragskarte, die angibt, welche Farben er gerne auf den ersten drei Plätzen sehen würde. Liegt am Ende der Runde die erstplatzierte Farbe richtig, so gibt es neun Punkte, für die zweite Farbe fünf Punkte und für die dritte Farbe immerhin noch zwei Punkte.
Gespielt wird nun reihum, wobei der aktive Spieler eine Karte ablegt, um die Position der Tikis zu verändern. Es gibt beispielsweise Karten um ein Tiki um 1-3 Positionen nach oben zu schieben, um ein Tiki nach unten zu schieben, zwei Tikis zu vertauschen, usw.
Die Runde endet, nachdem alle Spieler ihre Handkarten abgespielt haben. Nun wird gewertet und alle Spieler, die Farben an der richtigen Position (laut ihrer Auftragskarte) haben, erhalten dafür Punkte. Diese werden auf einer Punkteleiste gezogen. Nach drei (bzw. vier) Runden endet das Spiel. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.
Fazit:
Leider hält der Spielspaß bei weitem nicht mit der optischen Aufmachung mit. Vor dem Spiel freuen sich alle Spieler, dass es losgeht – schließlich verspricht das Spielmaterial kurzweiligen Spielspaß. Nach der ersten Runde fragen sich die meisten Spieler, was das jetzt war und was man falsch gemacht hat, weil man so gar keinen Einfluss auf das Spielgeschehen hat. Nach dem Ende des Spiels waren sich alle unsere Tester einig, dass man gar nichts falsch gemacht hat, sondern das Spiel einfach keinen direkten oder planbaren Einfluss auf die Endposition der Tikis zulässt. Ja klar, man kann seine Karten spielen, aber bis man wieder an der Reihe ist, ist alles anders. Ein gezieltes Verfolgen seines Auftrags ist unmöglich, sodass am Ende zwar ein Sieger feststeht, dieser aber auch durch das Werfen einer Münze festgelegt werden hätte können. Dabei würde man sich vermutlich auch weniger ärgern als beim Spielen von Tiki Topple, denn anfangs denkt man ja, dass man irgendetwas tun können müsste, um seinen Erfolg bei dem Spiel zu steuern. Mein Rat: Finger weg von Tiki Topple und lieber zu einem anderen Spiel aus der Easy Play Reihe greifen!

