Black Box +
Wir kennen und lieben Black Box: Der Aufbau eines geheimnisvollen Atoms soll eruiert werden, indem man Strahlen in die quadratische Box schickt. Nun hat der Verlag Geburtstag gefeiert und seine Fans mit einer großen Weiterentwicklung bedacht: Black Box +, wo man neben der quadratischen Version nun auch auf einem Sechseckfeld spielen kann!
Das Spiel ist für zwei Personen konzipiert, wobei sich die Rollen von Molekülbauer und Forscher abwechseln. Der Molekülbauer setzt geheim die Atome in die Box (es gibt natürlich keine Box, das Ganze spielt sich auf dem Spielblock ab). Nun versucht der Forscher, die Positionen der Atome zu ermitteln. Hierfür schickt er Strahlen in die Box. Die Strahlen können direkt auf ein Atom treffen (dies führt zu Absorption, der Strahl kommt nicht mehr aus der Box), es streifen (wodurch sie abgelenkt werden) oder in bestimmten Situationen reflektiert werden (der Strahl kommt an jener Stelle aus der Box, an der er hinein geschickt wurde). Welchen Lauf der Strahl nimmt, muss der Molekülbauer ermitteln und die Ein- und Austrittsstelle des Strahls markieren. Durch logische Überlegung kann der Forscher darauf schließen, wo sich die Atome befinden.
Was ändert sich für all jene, die bereits ein Black Box ihr Eigen nennen? Die quadratische Version blieb unverändert, die hexagonale Variante bedingt natürlich neue Regeln für die Strahlenverläufe. So werden die Reflexionen seltener, dafür gibt es nun neu eine Ablenkung im spitzen Winkel (zusätzlich zur Ablenkung im stumpfen Winkel, die der bisher rechtwinkeligen Ablenkung entspricht). Aus der neuen Vielfalt ergibt sich eine ungeahnte Spieltiefe. Das Spielziel, den Aufbau in der Black Box mit möglichst wenig Zügen zu entschlüsseln, ist beiden Varianten gemein.
Ein anderes Merkmal versetzt den bisher halbherzigen Spieler in Erstaunen: Wie wenige Züge bereits auf eine korrekte Lösung schließen lassen können; vorausgesetzt man hat besonders aussagekräftige Strahlen erwischt. Natürlich ist es eine Knobelei, aber genau hierfür ist das Rätselheft ja gedacht.
Wir sehen: Selbst einen einfachen Klassiker wie Black Box kann man noch gehörig ausbauen. Gut Ding braucht Weile – immerhin kam das Original bereits 30 Jahre zuvor auf den Markt. Aber wie ich finde, hat sich das Warten gelohnt!


