Zug um Zug Europa-Ausgabe
Zug um Zug wurde im vergangenen Jahr zum Spiel des Jahres gekürt. Ganz klar, dass es eine Erweiterung geben muss. Allerdings ist Zug um Zug Europa keine Erweiterung, sondern ein eigenständiges Spiel mit einigen Neuerungen.
Wie der Titel schon sagt baut man diesmal nicht in Amerika, sondern in Europa. Die Städte sind jeweils in Landessprache beschriftet, die Grafik ist wieder gut gelungen und lässt Nostalgiefeeling aufkommen.
Vieles ist gleich geblieben bei Zug um Zug. Nach wie vor geht es Städte mit Eisenbahnlinien zu verbinden. Für jede Strecke gibt es Punkte. Wer am Ende des Spiels Aufträge erfüllt hat bekommt ebenfalls Punkte.
Worum geht es bei Zug um Zug (wer Zug um Zug kennt kann die nächsten fünf Absätze überspringen)
Zu Beginn erhält jeder Spieler vier Wagonkarten und drei Auftragskarten. Von den Auftragskarten muss man mindestens zwei behalten. Wer an der Reihe ist darf eine von drei Aktionen ausführen:
1.) Wagonkarten nachziehen: Man nimmt sich zwei Wagonkarten von den fünf offen Ausliegenden Karten oder dem verdeckten Nachziehstapel (oder eine offene, eine verdeckte). Wer einen Joker von den offenen Karten nimmt, darf keine zweite Karte ziehen. Man darf beliebig viele Karten auf der Hand halten.
2.) Strecke bauen: Man legt so viele farblich passende Wagonkarten ab wie die Strecke erfordert, stellt eigene Wagons auf die Felder und verbindet somit zwei Städte. Für graue Felder ist es egal, welche Wagonfarbe man spielt, es muss sich aber um Karten gleicher Farbe handeln. Für jede Strecke gibt es Punkte. Je länger die Verbindung, desto mehr Punkte gibt es klarerweise.
3.) Neue Auftragskarten ziehen: Man zieht drei zusätzliche Auftragskarten von denen man sich mindestens eine behalten muss.
Wenn ein Spieler nur mehr 2 Wagons hat wird noch eine Runde gespielt, danach endet das Spiel. Nun wird überprüft wer seine Aufträge erfüllen konnte (für nicht erfüllte Aufträge gibt es Minuspunkte). Außerdem werden zehn Punkte für die längste Strecke vergeben. Wer die meisten Punkte sammeln konnte gewinnt das Spiel.
Was ist neu bei Zug um Zug Europa?
1.) Tunnel: Manche Strecken sind als Tunnel gekennzeichnet. Auf diese kann normal gebaut werden, allerdings weiß man nie wie viel der Bau der Strecke wirklich kosten wird. Möchte man die Strecke bebauen muss man vom verdeckten Nachziehstapel drei Karten aufdecken. Sind dort Karten in der Farbe der Strecke (bzw. der abgelegten Karten) zu sehen muss man entsprechend viele Karten zusätzlich ausspielen um die Strecke bauen zu dürfen.
2.) Fähren: Um eine Seeverbindung zu bauen ist immer mindestens ein Joker notwendig.
3.) Bahnhöfe: Jeder Spieler erhält zu Beginn des Spieles drei Bahnhöfe. Anstelle eines normalen Zuges kann man auch einen Bahnhof auf eine Stadt bauen auf der noch kein Bahnhof steht. Der Bau des ersten Bahnhofs kostet eine Karte, der zweite Bahnhof zwei gleichfärbige Karten und der dritte Bahnhof drei gleichfärbige Karten. Ein Bahnhof berechtigt den Spieler eine Strecke eines Mitspieler mitzubenützen um Aufträge zu erfüllen. Am Ende des Spieles bringt jeder nicht verbaute Bahnhof zusätzliche vier Punkte.
Fazit:
Uns hat Zug um Zug Europa besser gefallen als Zug um Zug. Das lag zu einem großen Teil an der Europäischen Karte die uns EU-Bürgern einfach vertrauter ist als die USA-Karte. Außerdem gibt es bei Zug um Zug Europa weniger lange Strecken als beim Vorgänger was eine andere Strategie erfordert. Endlos langes Kartensammeln wird dadurch seltener.
Die drei Neuerungen Tunnel, Fähren und Bahnhöfen haben uns ebenfalls gefallen. Sie bringen neuen Pep in das Spiel, lassen das Prinzip aber gleich. Die Tunnels haben oft keine Auswirkung, machen das Bauen aber trotzdem spannend. Ob man einen Bahnhof baut sollte man sich zweimal überlegen, denn schließlich kostet das einen wertvollen Zug und vier Punkte am Ende des Spiels.
Alles in Allem ist das Spiel noch runder Geworden, die Neuerungen passen gut dazu, können aber ebenso weggelassen werden.
Ob Besitzer des Originalspiels die Europa Ausgabe von Zug um Zug kaufen sollen muss jeder für sich selber entscheiden. 30€ sind nicht wenig für ein Spiel, dass sich sehr ähnlich spielt wie das Spiel des Jahres 2004. Fans von Eisenbahnspielen oder von Zug um Zug werden aber sicher trotzdem zuschlagen und mit einer schönen neuen Karte und einem stimmigen Spiel belohnt.
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Sehr schönes Spiel, mit großaetigem Langzeitspaßfaktor. Ein Muss für jede nette Spielesammlung.
Super Spiel. Spielen es jetzt schon seit letztem Weihnachten und es wird einfach nicht langweilig! Macht aber erst so richtig Spass, wenn man es zu 5 spielt. Weil dadurch oft einem der Weg durch seine Mitspieler verbaut wird.
Tolles Spiel, läßt sich super zu 2t oder mit mehreren spielen, Regeln sind schnell erklärt, hat bis jetzt noch jedem meiner Freunde gefallen
ich verstehe die regeln nicht
wer hilft mir:-(
wer hilft mir:-(



